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Lackmustest Zeitumstellung: Warum wir unsere Zeit selbst bestimmen sollten

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Zweimal im Jahr stellen wir die Uhr um. Frühjahr und Herbst. Stunde vor, Stunde zurück. Jahr für Jahr. Und jedes Mal gibt es das gleiche Spiel: Medien berichten, Menschen murren, Haustiere irritieren. Und dann? Dann passiert – nichts.

Dabei war die Abschaffung der Zeitumstellung längst beschlossen. Zumindest auf EU-Ebene. Doch wie so oft in der Politik: Entscheidung vertagt, Verantwortung verschoben. Und wir? Wir nehmen es hin. Ohne nennenswerten Widerstand. Ohne kreativen Ungehorsam. Dabei könnte genau das ein Lackmustest für unsere Freiheit sein.
Zeit ist nur eine Vereinbarung

Was ist Zeit eigentlich? Biologisch spüren wir den Tag-Nacht-Rhythmus, klar. Aber die Uhrzeit selbst? Das sind Zahlen auf Papier. Auf Bildschirmen. Vereinbarungen unter Menschen. Und diese können wir ändern. Jederzeit. Die Frage ist nur: Tun wir es auch?

Legale Selbstermächtigung statt passivem Warten

Stell dir vor, nach der nächsten Zeitumstellung würden einfach 20 % der Menschen sagen: "Wir passen unsere Arbeits- und Lebenszeiten so an, dass unser Schlafrhythmus und damit unser Wohlbefinden erhalten bleibt." Sie akzeptieren die offizielle Uhrumstellung – aber ändern die Zeiten, zu denen sie arbeiten, lernen oder Termine vereinbaren.

Beispiele:

Ein Unternehmen beschließt gemeinsam mit seinen Mitarbeitenden: "Wir verschieben unsere Arbeitszeiten um eine Stunde nach hinten, damit die Umstellung nicht unseren Schlafrhythmus stört."

Eine Schulklasse beginnt weiterhin um 9:00 Uhr statt 8:00 Uhr neuer Zeit, um die Kinder nicht aus ihrem biologischen Rhythmus zu reißen.

Bauern organisieren ihre Abläufe weiterhin nach Sonnenlicht – unabhängig von der offiziellen Uhrzeit.

Die Technik? Passt sich an. Kalender, Zeiterfassung, Smart-Home-Geräte – all das sind Werkzeuge. Wir können sie so programmieren, wie es uns passt.

Was spricht dagegen?

Argument 1: "Das würde Chaos verursachen."
Antwort: Chaos führt zur Klärung. Jede Revolution beginnt mit einem leichten Durcheinander. Und wer organisiert denkt, kann Unterschiede klar kennzeichnen („angepasste Arbeitszeit“ statt „Standardzeit“).

Argument 2: "Das wäre unpraktisch im Arbeitsalltag."
Antwort: Viele arbeiten ohnehin hybrid oder flexibel. Warum also nicht die Gleitzeit konsequent weiterdenken? Wenn 20 % anfangen, wird es zur neuen Norm.

Argument 3: "Aber Tiere und Kinder brauchen Regelmäßigkeit!"
Antwort: Genau deshalb! Der Biorhythmus wird nicht durch die Anpassung der Arbeitszeit gestört – im Gegenteil: Er bleibt stabil, wenn wir ihn nicht künstlich verbiegen.

Fazit: Ein stiller Akt der Freiheit

Die Zeitumstellung ist ein Lackmustest. Wer wartet, bis die Politik sich besinnt, bleibt Untertan. Wer aber legal, friedlich und gemeinschaftlich sagt: "Wir passen unsere Zeiten an, nicht unseren Körper an die Uhr" – der handelt freiheitlich. Zeit ist das, was wir daraus machen. Machen wir also endlich Schluss mit dieser Farce. Es ist Zeit.

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